Success Story - Selling
 
Success Story "Selling successfully with fairpartners" (unfortunately only available in German)
 

Success Story:
Purchasing

 
Herr Jörg Eichenberg Einkaufsplattformen: So gut wie ihr Gebrauch  
Herr Bernd Beuttenmüller
Bernd Beuttenmüller, Strategischer Einkäufer der Dresdner Bank
 

  Jörg Eichenberg,
Key Account Manager bei G4S Geld- und Wertdienste GmbH

 

Plattform oder persönlicher Kontakt zum Einkäufer? Das eine muss das andere nicht ausschließen. Lesen Sie, welche Erfahrungen Jörg Eichenberg von G4S mit der Dresdner Bank-Ausschreibung „Beleglogistik“ gemacht hat.


Verspätung heißt Verlust für Bankkunden

Was bedeutet Beleglogistik? Schecks oder Zahlungsanweisungen, die vormittags eingereicht werden, verarbeitet die Dresdner Bank noch am gleichen Tag. Die Belege müssen deshalb täglich von den Filialen in die Weiterverarbeitungszentren transportiert werden. Andere Belege, wie Kreditakten, werden in Archive gebracht. Den Transport übernehmen Dienstleister. Ausgerüstet mit einem Zeit- und Routenplan holen sie Belege ab oder stellen sie zu - pünktlich zum vereinbarten Termin. Das ist wichtig: Denn Verspätungen bedeuten verzögerte Wertstellung und damit Verlust für die Kunden.

Gesucht ist der kürzeste Weg

Wie gelangen die Belege am schnellsten an ihr Ziel - was ist der kürzeste Weg? Schon für 15 Stationen gibt es mehr als 43 Milliarden verschiedene Möglichkeiten, jede Station einmal anzufahren. Im Fall der Dresdner Bank sind es sogar 800 Filialen. Hinzu kommen feste Terminvorgaben, Verkehrsinfarkt in den Städten und ein äußerst harter Preiswettbewerb. Unlösbar? „Ein Standardauftrag“, meint Jörg Eichenberg, Key Account Manager bei G4S in Deutschland.

G4S am Start

Zu Beginn hat die Dresdner Bank 23 Transportdienstleister persönlich für eine Teilnahme an der Ausschreibung angesprochen, darunter G4S Geld- und Wertdienste. G4S ist in Deutschland mit 7.000 Mitarbeitern in über 80 Niederlassungen vertreten. Zu den zentralen Dienstleistungen zählen Werttransporte, Geldbearbeitung und Sicherheitsdienstleistungen, außerdem Beleg- und Datenmaterialtransporte. Für die Belege und das Datenmaterial stehen bundesweit 300 Fahrzeuge zur Verfügung. Sie transportieren Kontoauszüge, EDV-Listen, Belege für den Zahlungsverkehr, Datenbänder, Mikrofiche und Disketten. Das Geschäft der G4S ist die Sicherheit. Deshalb bildet das Unternehmen auch Kurierfahrer für die Beleg- und Datenmaterialtransporte als Sicherheitskräfte aus, obwohl sie für diese Aufgabe keine gepanzerten Fahrzeuge führen müssen.

Qualifikation mit dem Tourenplan

Als erstes wollte die Dresdner Bank wissen, ob die Dienstleister der Aufgabe gewachsen waren. Deshalb waren auf der fairpartners-Plattform Listen mit den Stationen und Zeitvorgaben hinterlegt. Damit sollten die Dienstleister Tourenpläne entwerfen. Tourenpläne werden zunächst rechnergestützt konstruiert und dann manuell ausgearbeitet. Nachdem die Tourenpläne eingereicht worden waren, wurden sie von der Dresdner Bank auf Plausibilität überprüft. Ob beispielsweise die Autobahn stadteinwärts oder stadtauswärts verstopft ist, hängt von der Uhrzeit ab. Um 5 Uhr früh lässt es sich ungestörter fahren als um 5 Uhr am Nachmittag. In der ersten Runde hatten sich 9 der 23 Dienstleister mit einem realistischen Plan qualifiziert. G4S war dabei. Einige Dienstleister konnten die Zeitvorgaben nicht einhalten oder sie hatten ganze Stationen ausgelassen.

Auf das „wie“ kommt es an

Während der Qualifikationsrunde kommunizierten die Beteiligten auf fairpartners. Es wurden unter anderem Fragen zu Zeiten, Volumina, Destinationen und Haftung ausgetauscht. Generell spalten sich die Meinungen der Dienstleister über den Einsatz von Beschaffungsplattformen. „Beschaffungsplattformen sind Werkzeuge“, sagt Eichenberg dazu. „Für sich genommen sind sie weder gut noch schlecht“. Der Einsatz könne problematisch sein, wenn beispielsweise Unterlagen während der Ausschreibungsfrist geändert werden, ohne die Abgabefrist zu verlängern.

Das persönliche Gespräch mit dem Einkäufer ist Eichenberg wichtig, besonders wenn es um ein Ausschreibungsvolumen von mehreren hunderttausend Euro geht. Im Fall der Beleglogistik suchte die Dresdner Bank ebenfalls den direkten Kontakt: Die neun Dienstleister, die die Aufgabe fachlich gelöst hatten, wurden zu einem Gespräch nach Frankfurt eingeladen. „Das hat mir gefallen“, sagt Eichenberg. „Die Mischung aus Austausch via Plattform und persönlicher Kommunikation fand ich passend.“

G4S im Ziel

Nach der Qualifikationsrunde ging es wieder zurück auf die Plattform. Die Dienstleister konnten nun ihre Preise überprüfen und gegebenenfalls ändern. Die Dresdner Bank hat sich schließlich für fünf Dienstleister entschieden, darunter für die G4S. Wie geht es nun weiter? Jörg Eichenberg beobachtet einen Trend hin zu Beschaffungsplattformen. „Der Markt hat sich in den letzten Jahren verändert“, sagt er. „Früher haben sich die Banken auf Qualität und Sicherheit konzentriert. Jetzt werden Preise immer wichtiger.“ Seit zwölf Jahren ist Jörg Eichenberg im Vertrieb. „Es ist jeden Tag auf's Neue spannend“, sagt er. Einfacher wird es wohl nicht werden. Aber das schadet nicht. Dünne Bretter zu bohren ist ohnehin nicht seine Sache.

 
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