Einkauf bei der
Lufthansa Systems: In einem Unternehmen mit weltweit 4.500 Mitarbeitern eine
Herausforderung, die straffe Organisation und Zeitmanagement erfordert. Pro
Woche werden allein zehn Schulungsveranstaltungen durchgeführt.
Im April 2005 beschafft die Einkaufsabteilung der
Lufthansa Systems Technikschulungen aus den Bereichen Cisco, Netztechnik,
TK-Technik, IT-Security und Webtechnik zu jeweils zehn Einheiten. Gesucht ist
ein Dienstleister, der die fünf Schulungsthemen als Paket anbieten kann. Der
Beschaffungsvorgang wird als RFP (Request for Proposal) bei fairpartners
veröffentlicht.
Lesen Sie, wie fairpartners Einkäufer darin unterstützt,
den Beschaffungsvorgang übersichtlicher zu gestalten und Unstimmigkeiten
auszuschließen, wie die Zusammenarbeit mit den Dienstleistern funktioniert und
wann sich der Einsatz von fairpartners besonders lohnt.
26. Juli 2005: Ortstermin bei der Lufthansa Systems in
Kelsterbach – Hauptfirmensitz von weltweit über 4.500 Mitarbeitern. Es ist
Dienstag Nachmittag. Ansprechpartnerin für die Technikschulungen ist Christiane
Trübe, Einkäuferin bei der Lufthansa Systems. Schon die Terminvereinbarung
gerät zum Lehrstück über die Terminnot von Einkäufern. Heute um 15.00 Uhr ist
es so weit. Wir haben eine Stunde Zeit. „Die Lufthansa Systems bietet
IT-Services an“, erklärt Christiane Trübe auf dem Weg zum Büro, „von der
Beratung über die Anwendungsentwicklung und Implementierung bis hin zum
Systembetrieb.“ In dem sich schnell ändernden Umfeld der
Informationstechnologie müssen die Mitarbeiter kontinuierlich geschult werden.
So erklärt sich die Anzahl von zehn Schulungen pro Woche. Seit vier Jahren ist
Christiane Trübe im Einkauf der Lufthansa Systems tätig. „Organisationstalent
steht im Einkaufsbereich ganz oben“, sagt sie. Ob Fachbereich, Dienstleister
oder Einkaufsabteilung: Der Einkäufer muss alle Termine und beteiligten
Personen koordinieren. „Nicht immer einfach“, schmunzelt die geprüfte
Fachkauffrau für Einkauf und Logistik.
Zuverlässige Ergebnisse auch unter Hochdruck
Hier wie in anderen Einkaufsabteilungen ist knapp bemessene
Zeit eher die Regel als die Ausnahme. Der Zeitdruck der Einkäufer ist deshalb
ein zentraler Punkt in der Konzeption von fairpartners. Im Mittelpunkt der
Plattform steht der Beschaffungsassistent, ein Werkzeug, das den Einkäufer
Schritt für Schritt durch den Beschaffungsprozess begleitet. So hat der
Einkäufer die Sicherheit, auch im größten Betrieb nichts Wichtiges zu
vergessen. Gleichzeitig beugt man zu vielen Rückfragen der Dienstleister vor.
Das wiederum spart Zeit. Die Dienstleister geben ihre Angebote direkt auf
fairpartners ab. Auf diese Weise gehen die Angebote einheitlich strukturiert
beim Einkäufer ein und sind leichter zu vergleichen.
Die Anfrage für die Technikschulungen kam aus dem Bereich
Infrastructure Services. Gefordert waren je zehn Einheiten aus den
Schulungsgebieten Cisco, Netztechnik, TK-Technik, IT-Security und Webtechnik.
Die Technikschulungen sollten an einen einzigen Anbieter zu einem Paketpreis
vergeben werden. Schon wegen der Größe des Auftrags war die Zahl der
potentiellen Anbieter begrenzt. Auswahlkriterien neben dem Preis waren die
Reisekosten der Trainer, kompakte Schulungsunterlagen, eventuelle Nachtrainings
bei Schlechtleistung sowie Ersatz bei Ausfall.
Bei einem konventionellen Beschaffungsvorgang muss jeder
Dienstleister einzeln angeschrieben werden, erzählt die Einkäuferin, ein
mühsamer und fehleranfälliger Vorgang. Häufig schleichen sich Tippfehler bei
der Eingabe der E-Mail-Adressen ein. Die eingehenden Angebote haben
unterschiedliche Formate und nach Ablauf der Bietfrist gibt es regelmäßig
Nachzügler.
Routinejobs adé
Mit fairpartners wird der Beschaffungsprozess wesentlich
vereinfacht. Die Dienstleister haben schon bei der Registrierung ihre
Kontaktdaten angelegt. Der Einkäufer muss deshalb die E-Mail-Adressen nicht
mehr selbst eintippen. Da die Dienstleister vollständig gelistet sind, wird
keiner übersehen. Die Benachrichtigung über die Ausschreibung erfolgt über die
Plattform, auch dies eine Vereinfachung für den Einkäufer. Denn nun ist es
nicht mehr sein Problem, die Dienstleister zu erreichen. Der Einkäufer gibt per
Plattform ein Limit für den Eingang der Angebote vor. Im konkreten Fall der
Technikschulungen endete die Bietfrist am 11. April. „Dieses Mal gab es keine
Nachzügler“, lächelt Christiane Trübe.
Die Einkäuferin der Lufthansa Systems nutzt fairpartners
regelmäßig. „Wenn Fragen aufkommen“, sagt sie, „lohnt sich der Anruf im
Communication Center. Dort gibt es immer einen guten Rat.“ Gibt es denn etwas,
das sie gerne verbessert hätte? „Ja“, sagt sie. „Fehlerhaft angelegte
Ausschreibungen sind ewige Leichen, weil man sie nicht löschen kann. Das ist
lästig.“ Ausgerechnet hier kann fairpartners nicht helfen. Es handelt sich um
eine Vorgabe durch die Revision. „Gibt es durch fairpartners einen erhöhten
Aufwand für die Dokumentation?“ – „Nein“, sagt Frau Trübe. „Die Angaben werden
einmal bei fairpartners eingegeben und zweimal ausgedruckt: einmal für den
Fachbereich und einmal für die Einkaufsabteilung.“
Dienstleister könnten sich besser präsentieren
Wie gehen Dienstleister mit fairpartners um – arbeiten sie
gerne mit der Plattform? „Das ist unterschiedlich.“, sagt Christiane Trübe.
„Manche Dienstleister müssen erst überzeugt werden. Wer aber regelmäßig mit
Lufthansa arbeiten will, ist registriert.“ Natürlich versuchten die
Dienstleister weiterhin, den persönlichen Kontakt zu pflegen. Das sei aber aus
Zeitgründen ein echtes Problem und auch nicht unbedingt nötig. „Die Kompetenz
eines Dienstleisters kann man sehr gut an den Unterlagen und dem Angebot
erkennen sowie an der Art und Weise der Rückfragen.“ Bedauerlich findet es
Christiane Trübe, dass die Dienstleister ihre Möglichkeiten zur
Selbstdarstellung auf der Plattform so wenig nutzen. Die Profile der
Dienstleister auf der Plattform seien recht dürftig. Detailliertere
Informationen fände sie interessant. Auch die Funktion der Bewerbung eines
Dienstleisters sei gut und würde von ihr eingesetzt.
„Frau Trübe, Ihr Fazit: Wie charakterisieren Sie die Arbeit mit
fairpartners?“
„fairpartners ist anwenderfreundlich und teilweise selbsterklärend. Der Vorteil
liegt in der Verbesserung der Prozesse.“
„Gab es bei der Ausschreibung der Technikschulungen Überraschungen in Bezug auf
die Preise?“
„Nein, die Preise waren so, wie man es erwarten konnte. Da gab es keine
Überraschungen. Bei einem RFP steht der Preis nicht so stark im Vordergrund wie
bei einer Auktion. Gute Leistung kostet eben etwas.“ Insgesamt seien RFPs und
Auktionen bei fairpartners immer dann geeignet, wenn man alle Rahmenbedingungen
und Eigenschaften eines Beschaffungsvorgangs genau kennt, ganz besonders bei
standardisierten Gütern und Dienstleistungen.
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